Ihr Unternehmen in der Theorie: Der Businessplan

Mit Hilfe eines Businessplans können Sie als Unternehmensgründer Ihre Geschäftsidee fixieren, durchspielen und eine Grundlage erschaffen, andere mit in das eigene Boot zu holen. Vor allem Neugründer, die auf fremdes Kapital oder auf fremde Mithilfe angewiesen sind, werden mit einem durchdachten Plan Überzeugungsarbeit leisten können.

Wichtige Inhalte im Businessplan

Um keine Fehler zu machen ist es wichtig, dass Ihre schriftliche Ausarbeitung sämtliche Inhalte aufweist, die für alle Parteien von Bedeutung sind. Dazu zählt zum einen natürlich die ausformulierte Geschäftsidee, aber auch eine Wettbewerbsanalyse und der daraus resultierende Marketingplan (Stichwort: Marketingmix), der detailreiche Finanzplan, eine Auswertung der Chancen und Risiken, sowie die ausführliche SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Probleme und Chancen).

Ihre Checkliste für alle wichtigen Aspekte:

– Arbeiten Sie Ihre Gründungsidee möglichst detailreich aus und ziehen Sie auch Freunde und Bekannte hinzu. Ein objektiver Blick von außen kann nur helfen! Ist Ihre Idee wasserdicht und durchdacht?
– Erstellen Sie eine Zusammenfassung aller, an der Gründung Beteiligten, mit Qualifikationen, Abschlüssen und Berufserfahrung. Im Grunde einen Lebenslauf mit den wichtigsten Daten!
– Gesetzliche Bestimmungen können Ihren Plan erschweren: Prüfen Sie, oder lassen Sie prüfen, ob Ihre Idee Genehmigungen benötigt.
– Nennen Sie echte Mehrwerte, die Ihre Kunden durch das Produkt oder durch die Dienstleistung erhalten. Der Nutzen für den Kunden ist ein zentrales Thema im Businessplan und wird meist übersehen oder vernachlässigt.
– Definieren Sie Ihre Zielgruppe und erstellen eine Marktanalyse. Wie viele Konkurrenten gibt es? Welche Alleinstellungsmerkmale haben Sie? Je genauer Sie Ihre Zielgruppe definieren, desto erfolgreicher werden Sie, da Sie Ihre Kunden kennen und sich mit ihren Eigenschaften auseinandergesetzt haben!
– Der Finanzplan ist das i-Tüpfelchen für Investoren und Kreditgeber. Hier müssen Sie schätzen, wann das erste Geld fließt und vor allem, wie Sie Ihre Ausgaben in der Startphase finanzieren. Ein Liquiditäts- und Rentabilitätsplan der nächsten drei Jahre stellt die erwarteten Einnahmen den erwarteten Ausgaben gegenüber. Ebenso in den Finanzplan gehört Ihr Arbeitslohn.
– Ausblick in die Zukunft: Auch Ihre Sicht auf den Markt gehört in den Businessplan. Bleiben Zielgruppe und Konkurrenten stabil oder ist mit Schwankungen zu rechnen? Vielleicht möchten Sie in 7 Jahre ja auch, dank Ihrer Alleinstellungsmerkmale, Marktführer sein?

Erst wenn Sie alle Punkte durchgearbeitet haben, können Sie Ihre Geschäftsidee zusammenfassen. Und am Ende wartet die Kür auf Sie: Eine kurze Zusammenfassung aller Informationen im Executive Summary (Die Kurzüberblick gehört an den Anfang Ihres Businessplans!).

Es gibt hilfreiche Vorlagen, die allerdings tatsächlich nur als Vorlagen oder Leitfaden genutzt werden sollten. Jedes Unternehmen ist sehr individuell und mit einer kopierten und grob umgeschriebenen Vorlage werden Sie nur selten Erfolg erzielen.

Sollten Sie unsicher sein, kann ein Gründercoaching die notwendigen Tipps und Hinweise liefern. Bei einigen Coaches erstellen Sie gemeinsam Ihren Businessplan, sehen sich Chancen und Risiken an oder stecken zumindest die Rahmen ab und erhalten wertvolle Tipps für Ihren Marketingmix.

Der Businessplan für Sie selbst

Abgesehen von den Geldgebern ist der Businessplan auch für Sie selbst elementar. Zum Beispiel kann Ihnen die Wettbewerbsanalyse aufzeigen, dass Sie Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt noch individueller gestalten sollten, um somit mit einem Alleinstellungsmerkmal an den Markt zu gehen.

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