Open Source ERP im Vergleich mit proprietären ERP-Systemen

Enterprise-Ressource-Planning-Programme (ERP) bündeln eine Vielzahl notwendiger Aufgabenbereiche eines Unternehmens in einem Programm. Marktführend sind unter anderem Microsoft, Oracle und SAP mit lizenzierten, kostenpflichtigen Programmlösungen. Für viele Unternehmen ist die Anschaffung einer solchen Software jedoch zu kostspielig. Vor Allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kann das Geld für eine solche Software fehlen.

Es gibt dem gegenüber auch diverse Open Source ERP, mit welchen sich die Warenwirtschaft ebenfalls strukturieren lässt. Beispiele hierfür sind Odoo, Apache OFBiz, Xentral (ehem. WaWision) und Nuclos. Diese bieten zwar in einem direkten Vergleich einen nicht so hohen Funktionsinhalt wie proprietäre Software, dennoch ist dies nicht immer ein Nachteil. Insbesondere KMU haben nach der Gründung viele abzudeckende Problemfelder mit eingeschränkten Ressourcen zu behandeln. Bei einem insgesamt kleineren, jedoch ausreichenden Funktionsinhalt erleichtern Open Source ERP den Einstieg und bieten bei Neugründungen Vorteile gegenüber den teureren Alternativen. Sofern in Ihrem Unternehmen ausreichende technische Kenntnisse vorliegen, können Sie Fehler beheben und Funktionen selbst hinzufügen. Dadurch sind feine Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse möglich. Open Source Programme können durch solche Einzellösungen aufgrund des offenen Quellcodes einen geeigneteren Funktionsinhalt als proprietäre ERP für Ihr Unternehmen bieten. Vor möglichen Anpassungen und bestenfalls vor einer konkreten Nutzung sollten Sie die Lizenzbestimmungen prüfen. Nicht immer sind Anpassungen ohne weiteres möglich oder es sind Regelungen hinsichtlich der Dokumentation oder Veröffentlichung des Quellcodes zu beachten.

Durch eine Open Source ERP kann Ihr Unternehmen ohne größere finanzielle Investitionen eine Software wie beispielsweise Odoo, Apache OFBiz, WaWision oder Nuclos erwerben. Teilweise fallen sogar keine Kosten im Rahmen der Basissoftware an. Dadurch können nicht nur Geld bei der Investition, sondern auch die langfristig anfallenden Lizenzkosten eingespart werden. Wartung und Installation können von externen Firmen durchgeführt werden, so dass wie bei proprietären Lösungen Kosten anfallen. Andernfalls ist dies auch von den eigenen Mitarbeitern machbar. Addons und weitere Module können zwar selbst mit entsprechendem Aufwand programmiert werden, jedoch bieten die Open Source Lösungen im Regelfall auch Erweiterungen an. Im Falle von Odoo können Sie weitere Module schon ab 8,- EUR im Monat, oftmals eher im zweistelligen Bereich pro Monat, erwerben. Bei proprietären Alternativen zahlen Sie regelmäßig ein Vielfaches für Erweiterungen der Software.

Letztendlich bieten Open Source ERP insbesondere für KMU aufgrund der verhältnismäßig geringen Kosten und der leichten Bedienbarkeit einen hohen Nutzen für die Organisation Ihrer Warenwirtschaft. Vor dem Kauf sollten Sie Ihre Bedürfnisse genau definieren und den angebotenen Support sowie die Lizenzbestimmungen hinsichtlich zukünftiger Anpassungen prüfen.

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